Doch genug der schlauen Worte, erstmal möchtest du ja sicher deinen Body Mass Index wissen. Mit unserem BMI Rechner kannst du ihn dir ganz schnell ausrechnen (Größe in Zentimeter in die erste Zeile, Gewicht in Kilogramm in die zweite Zeile, Calculate anklicken und fertig).
Auswertung deines BMIs
Nachdem du nun unseren futuristischen BMI Rechner bemüht hast, wird er dir sicher die Antwort auf deine Frage gegeben haben. Nun kennst du deinen Body Mass Index, kannst mit der Zahl aber nicht sehr viel anfangen. Kein Problem, hier findest du die Antwort auf deine Fragen, sofern du ein Erwachsener bist (für Kinder sieht die Berechnung etwas anders aus):
Untergewichtig bist du bei einem Body Mass Index unter 18,5
Normalgewichtig bist du bei einem Body Mass Index zwischen 18,5 und 25
Übergewichtig bist du bei einem BMI zwischen 25 und 30
Fettleibig (adipös) bist du bei einem BMI über 30
Was tun, wenn der Body Mass Index nicht im normalgewichtigen Bereich liegt? Nun, bei einem BMI unter 18,5 solltest du auf jeden Fall etwas zunehmen, am besten klärst du weitere Fragen mit deinem Arzt und/oder deiner Ernährungsberaterin ab. Bei einem BMI zwischen 25 und 30 solltest du schön langsam ans Abnehmen denken. Bewegung, richtige Ernährung und ein gesunder Lebensstil können dir dabei helfen. Liegt dein BMI über 30 solltest du dir auch ärztlichen Rat suchen, um weitere Schritte zu besprechen. Auch hier gilt: die richtige Ernährung gepaart mit moderater Bewegung kann Wunder wirken.
Weitere Informationen
Der Body Mass Index ist nur ein grober Richtwert, da weder Geschlecht noch Statur und Körperzusammensetzung (Muskelmasse, Fettanteil) berücksichtigt werden. Wichtig zu erwähnen ist sicher noch, dass der Body Mass Index für SportlerInnen ungeeignet ist, da er nicht berücksichtigt, dass Muskelmasse viel schwerer ist als Fettmasse. Das führt dazu, dass zum Beispiel Skiass Hermann Maier zu seiner Glanzzeit einen BMI von 26-27 hatte und das obwohl man bei seinen Bauchmuskeln von einem Sixpack sprechen konnte (vgl. dazu Bergmüller, 2005).
Der BMI ist übrigens der sogenannte Quetelet-Kaup-Index und berechnet sich wie folgt: Körpergewicht (in kg) / Körperhöhe (in m) hoch 2. Adolphe Quetelet – der Erfinder des BMIs (ein gewisser Herr Kaup hat ihn dann weiterentwickelt) – war übrigens ein belgischer Astronom und Statistiker, der im 19. Jahrhundert gelebt hat. Ob er Sportler war ist nicht überliefert.
Neben dem Body Mass Index gibt es auch noch andere Indizes, die ebenfalls zu den Körperbauindizes zählen:
Der Broca-Index gibt mithilfe der Beziehung “Körpergröße in cm minus 100″ eine Norm für das Normalgewicht eines Menschen vor.
Der klassische Quetelet-Index berechnet sich aus Körpergewicht / Körperhöhe, der Rohrer-Index aus Körpergewicht / Körperhöhe hoch 3 – beide sind nicht wirklich gebräuchlich
In der Sportwissenschaft und Anthropometrie ist der Körperbauentwicklungsindex (kurz KEI, nach Wutscherek) gebräuchlich. Er wird aus verschiedenen Parametern wie Schulterbreite, Oberschenkelumfang, Körpergewicht, Körpergröße, etc.) berechnet. “Der KEI hat große Bedeutung für Aussagen und Urteile zur Eignung für bestimmte sportliche Disziplinen” (Röthig und Prohl, 2003, S. 310) – wahrscheinlich wurde damit auch die chinesische Olympionikin Ye Shiwen (aufgefallen 2012 in London durch riesige Hände, Jugend und zwei olympische Goldmedaillen) entdeckt.
Verwendete Literatur:
Bergmüller, H. (2005). Fit in 100 Tagen. Das Hermann Maier Trainingsprogramm für Einsteiger bis Profis. Residenz Verlag.
Röthig, P. & Prohl, R. (2003). Sportwissenschaftliches Lexikon. 7., völlig neu bearbeitete Auflage. Schorndorf: Hofmann.
http://de.wikipedia.org/wiki/Body-Mass-Index