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Schnelligkeit – s.media / pixelio.de

Bei der Schnelligkeit gibt es drei Aspekte, es geht immer darum, eine Bewegung so schnell wie möglich durchzuführen, in möglichst kürzester Zeit zu reagieren und um das Agieren in der Handlung. Eine Definition der Schnelligkeitsfähigkeit liefert Weineck (2004, S. 303) „… Schnelligkeit im Sport ist die Fähigkeit, aufgrund kognitiver Prozesse, maximaler Willenskraft und der Funktionalität des Nerv-Muskel-Systems höchstmögliche Reaktions- und Bewegungsgeschwindigkeiten unter bestimmten gegebenen Bedingungen zu erzielen“. In weiterer folge werden wir uns den Aufgaben, Einflussfaktoren, dem Phasenmodell und der Verlaufsform der Schnelligkeitsfähgikeit widmen. Die hier vorgestellte Fähigkeit ist den vier motorischen Hauptbeanspruchungsformen zuzuordnen. Die drei weiteren sind Kraft, Ausdauer und Koordination. Diese werden auf eigenen Seiten behandelt. Widmen wir uns nun der Schnelligkeitsfähigkeit.

Aufgaben und Einflussfaktoren[list icon=“sign-in“]

  • Aufgaben
    • Bewegungsbeginn nach Signalgebung so schnell wie möglich durchzuführen (Reaktion)
    • Einzelbewegungen, d.h. es wird eine einmale Bewegung durchgeführt (azyklisch)
    • Zyklische Bewegungen
    • Kombinierte Bewegungshandlungen – komplexe Schnelligkeit
  • Einflussfaktoren
    • 1. Neuraler Faktor – Alle nervalen Ansteuerungen sind hier zusammengefasst; intra- und intermuskukläre Koordination (spielt für Reaktionsfähigkeit eine Rolle, wegen Reizleitungsgeschwindigkeit; wenig trainierbar)
    • Muskuläre Faktoren – Mechanische Eigenschaften
    • Technik – Ist die Person in der Lage eine schnelle Bewegung durchzuführen? (Ausprägungsgrad der Fähigkeit)
    • Allgemeine Faktoren – geschlechtsabhängig, altersabhängig, Motivation, Trainingszustand[/list]

Das Phasenmodell gibt Aufschluss über die einzelnen Phasen einer Belastung und ist unterteilt in Reaktionsphase, Beschleunigungsphase, Phase der maximalen Schnelligkeit (Phase des Geschwindigkeitserhalts) und die Phase der abnehmenden Geschwindigkeit.

Die Verlaufsformen der Schnelligkeitsleistung lassen sich wie folgt einteilen und stimmend amit auch mit dem Phasenmodell überein:
1. Reaktionsleistung
2. Beschleunigung
3. Schnelligkeitsleistung

Es gibt aber auch Bewegungen, z.B. Speerwurf wo eine Form wegfällt, in diesem Fall die Reaktionsleistung.

Auch eine Einteilung in azyklische und zyklische Schnelligkeit ist möglich:[list icon=“sign-in“]

  • Azyklische Bewegungen (Schnelligkeitsleistung)
    • Azyklische Bewegungen, die einmalig, mit höchstmöglicher Geschwindigkeit gegen geringe Widerstände (30% von der maximalen Kraft eingesetzt) durchzuführen sind.
    • Unter 30% maximaler Krafteinsatz ist eine Schnelligkeitsbewegung, über 30% maximaler Krafteinsatz ist eine schnellkräftige Bewegung
  • Zyklische Bewegungen – Frequenzbewegungen
    • Zyklische Bewegungen, die aneinanderfolgend mit höchster Geschwindigkeit gegen geringe Widerstände durchgeführt werden.[/list]

Weiterführende und verwendete Literatur zum Thema Schnelligkeit:

Mucha, E. (2005). Vorlesung Einführung in die Trainingswissenschaft. Wien: Sportuniversität Wien.

Weineck, J. (2004). Sportbiologie. 9. Auflage. Balingen: Spitta.

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