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Richtig fasten: Mein Erfahrungsbericht und 10 Praxistipps für dich

Richtig fasten will gelernt sein.

Zu Hause einfach darauf los fasten, kann nämlich mitunter sogar gefährlich werden.

In diesem Artikel berichte ich dir deshalb von den Erfahrungen meiner ersten Heilfasten Woche und gebe dir Tipps für deine erste Fastenwoche mit auf den Weg.

Fasten: Was es ist und was es bringt

Fasten bzw. Heilfasten ist eine naturheilkundliche Therapieform. Sie wurde schon von den Ärzten der Antike, über das Mittelalter bis hin zur Neuzeit immer wieder – vor allem zur Behandlung chronischer Gesundheitsprobleme – verwendet.

Es gibt bis heute viele unterschiedliche Methoden. Ich selbst habe die Gesundheitsbox-Fastenmethode ausprobiert und sie hat für mich super funktioniert. Diese Methode stellt kein reines Wasser- bzw. Teefasten dar, sondern es spielen auch Smoothies und Gemüsesäfte eine Rolle. Das war für mich wichtig, da ich nicht komplett ohne Nährstoffe fasten wollte. Sie basiert auf der sehr bekannten Buchinger-Heilfasten Fastenmethode.

Doch dazu später mehr in meinem Erfahrungsbericht.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden erste Forschungsarbeiten von Medizinern über die positiven Wirkungen des Fastens verfasst. Mittlerweile folgten diesen Erstarbeiten viele weitere Studien.

Es kann daher eines klar gesagt werden: Richtig fasten ist gesund und hat viele Vorteile für dich!

      • Fasten hebt die Stimmung und kann chronische Schmerzen reduzieren (Studie).
      • Fasten kann krebsvorbeugend wirken und erhöht die Wirksamkeit von klassischen Krebstherapien (Studie).
      • Fasten hilft bei chronischen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, vor allem dann, wenn danach die Ernährung auf eine glutenfreie, vegan bis vegetarische Ernährung umgestellt wird (Studie).
      • Du reinigst deinen Darm und (re)aktivierst so deine körpereigenen Abwehrkräfte.
      • Du kannst ungesunde Gewohnheiten durchbrechen und so nach deiner Fastenkur neue, gesunde Gewohnheiten aufbauen.
      • Du befreist deinen Körper von abgelagerten Stoffen und Schlacken, deine Entgiftungsorgane arbeiten auf Hochtouren. (Weiterführende Infos dazu hier)
      • Du verlierst an Gewicht – allerdings aufgepasst: Fasten ist keine gute Methode, um dauerhaft abzunehmen. Beim Fasten geht es vorwiegend um den gesundheitlichen Nutzen. Es kann nur der Start sein in eine Zeit, in der du dein Körperfett langsam aber stetig abbaust.
Das ist schon eine ganze Menge an Vorteilen, was meinst du? 🙂

Erfahrungsbericht meiner ersten Fastenwoche

Die ausgebildete Fastenleiterin Nicole Lange hat mich für ein Interview zum Thema Muskelschwund beim Fasten im Rahmen ihres Fastenkongresses eingeladen.

Die grundsätzlichen Mechanismen, um Muskelabbau zu verhindern, liegen dabei auf der Hand:

      • Eine ausreichende Kalorienzufuhr bzw. wenn du abnehmen möchtest nur etwa 10-20 Prozent unter deinem täglichen Kalorienbedarf.
      • Genügend Protein (Eiweiß): Die gängigen Empfehlungen beim Abnehmen sind etwa 2 bis 2,5 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht und Tag (wenn du halbwegs normalgewichtig bist – wenn nicht dann 2 bis 2,5 Gramm pro Kilogramm deines Idealgewichts). Wenn du ausreichend Kalorien zu dir nimmst, kommst du auch mit etwa 1 Gramm pro Tag und Kilogramm Körpergewicht gut aus.
      • Regelmäßiges (zumindest 2 x pro Woche) Krafttraining, das dich an die aktuelle Belastungsgrenze deiner Muskeln bringt. Ich bevorzuge Bodyweight Training. Trainingsmethoden, die dir dabei helfen, findest du hier.

Wie du siehst, sind zumindest 2 der drei Punkte beim Fasten ausgeschlossen.

Denn eine ausreichende Kalorien- und Proteinzufuhr um deine Muskeln zu erhalten, gibt es beim Fasten definitiv nicht.

Bleibt also nur noch die dritte Möglichkeit: Krafttraining.

Da ich selbst noch nie eine Woche lang gefastet habe, wusste ich nur wenig darüber, ob und wie Krafttraining in einer Fastenphase überhaupt möglich ist.

Daher reifte in mir die Idee, selbst zu fasten, meine Werte zu tracken und dann auch zu trainieren.

Gesagt, getan. 😉

Von 13. bis 19. Februar 2017 absolvierte ich unter der fachkundigen Anleitung (online) von Fastentrainerin Nicole Lange meine erste Fastenwoche.

Das sind meine Eindrücke.

Essen, Trinken und Hunger

Richtig fasten mit Entlastungstag: Der Quinoa Salat am Abend des ersten Tages meiner Fastenwoche war super lecker. :-)
Richtig fasten mit Entlastungstag: Der Quinoa Salat am Abend des ersten Tages meiner Fastenwoche war super lecker. 🙂

Die Fastenwoche startete mit einem sogenannten Entlastungstag. An diesem Tag nahm ich noch feste Nahrung zu mir – die Rezepte waren echt lecker, aber es war viel weniger, als ich normalerweise esse.

Das hatte den größten Hunger innerhalb meiner Fastenwoche zur Folge. Interessanterweise klingt der Hunger spätestens nach dem 2. Tag fast komplett ab.

Der Vorteil der von mir gewählten Fastenmethode ist, dass es auch Smoothies, Gemüsesäfte und klare Suppe zu „essen“ gibt.

Natürlich gab es auch jede Menge Kräutertees – der Wasserkocher lief auf Hochtouren.

Das mit den Behandlungen unten führte dazu, dass die „Mahlzeiten“ länger dauerten als normalerweise. Also Zeit brauchst du beim Fasten auf alle Fälle.

Feste Nahrung, Kaffee und Alkohol, Limonaden und Zucker waren hingegen absolut tabu.

Der Abschluss der Fastenwoche war ein Aufbautag, an dem ich erstmals seit 5 Tagen wieder feste Nahrung zu mir nahm. Der Bratapfel am morgen mit etwas Honig, Zimt und gemahlenen Mandeln war daher ein echtes Highlight.

Ich habe tatsächlich eine Viertel Stunde an diesem Apfel gegessen. 🙂

Behandlungen und Medikamente

Hier hatte ich die größten Bedenken.

Einerseits, weil da viele Dinge dabei waren, die ich noch nie gemacht habe. Andererseits, weil ich Medikamenten und Heilmitteln eher skeptisch gegenüber stehe.

Die größte Überwindung kostete sicher der erste Einlauf. Doch schon nach dem 2. war es kein Problem mehr. Der 5. Einlauf war dann schon (fast) Routine.

Das Glauber- und Bittersalz zum Abführen war auch nicht gerade eine Geschmacksexplosion. Explosionen gab es dafür auf der Toilette. 😉

Die Mariendisteldragees und die Heilerde waren auch kaum ein Thema. Beide waren einfach zu schlucken und es gab keinerlei Probleme.

Das Ölziehen jeden Morgen machte ich mit einem Esslöffel Kokosöl.
Das Ölziehen jeden Morgen machte ich mit einem Esslöffel Kokosöl.

Interessanter war da schon der Leberwickel, den ich auch noch nie gemacht habe. Es fühlte sich auf jeden Fall sehr gut an, mit der Wärmflasche unter der Decke zu liegen und etwas zu entspannen.

Hinzu kam noch das Ölziehen, das Trockenbürsten und Basenbäder.

Wie du siehst, eine ganze Menge Arbeit. Aber Schritt für Schritt und unter der Anleitung meiner Fastenleiterin bin ich da ganz gut durchgekommen.

Training und Bewegung

Während meiner Fastenwoche habe ich zumindest 10.000 Schritte pro Tag zurückgelegt und ich habe Krafttraining eingebaut, um den Muskelverlust gering zu halten:

Die zweite Trainingseinheit während meiner Fastenwoche: Es war zu spüren, dass ich schwächer wurde.
Die zweite Trainingseinheit während meiner Fastenwoche: Es war zu spüren, dass ich schwächer wurde.
      • Das erste Training am Abend des 1. Vollfastentages (2. Fastentag) war gut. Ich konnte keine Krafteinbußen bemerken. Lediglich bei Übungen, die eine höhere Ausdauerkomponente hatten, musste ich etwas zurückstecken.
      • Das zweite Training am Abend des 3. Vollfastentages (4. Fastentag) war auch noch in Ordnung. Im zweiten Trainingssatz konnte ich mein Level allerdings nicht mehr halten.
      • Das dritte Training am Abend des 5. Vollfastentages (6. Fastentag) wollte ich schon fast sausen lassen, weil es mir an Tag 5 und 6 nicht gut ging: Ich fühlte mich schwach, müde und gereizt. Ich habe es dann trotzdem gestartet und festgestellt, dass die Krafteinbußen noch größer wurden. Schon im ersten Satz waren deutlich weniger Wiederholungen möglich.

Bei den Trainings habe ich folgende Übungen gemacht: Liegestütze mit einer Hand am Ball, hängendes Beinheben, einarmige Kniebeugen und Klimmzüge. Jeweils auf maximale Wiederholungsanzahl und in 2 Sätzen mit einer Minute Satzpause und zwischen den Übungen.

Gefühlswelt und Energielevel

Ich selbst hatte das Gefühl, achtsamer und feinfühliger zu sein. Ich schmeckte und roch intensiver.

Ich war nicht launisch oder irgendwie aggressiv. Zumindest bis zum 5. und 6. Tag der Woche nicht. Da fühlte ich mich nämlich wirklich fertig, fast so als ob ich krank wäre. Und ich war sehr leicht reizbar.

Mein Energielevel war zu Beginn noch hoch, fiel dann in der Mitte der Woche etwas ab und steigerte sich dann gegen Ende der Woche hin ab Samstag Mittag wieder.

Da ich mich sonst auch relativ gesund ernähre, war für mich hier kein besonders großer Unterschied gegenüber sonst zu bemerken.

Insgesamt fühlte ich mich zwar körperlich schwächer, geistig aber nicht müder.

Kopfweh hatte ich nie, das mag aber daran liegen, dass ich normalerweise nur 1 bis 2 Kaffee pro Woche trinke.

Gewicht, Muskelmasse und Körperfettanteil

Ich bin mit 78,2 Kilogramm und einem Körperfettanteil von 10 % (gemessen wie hier empfohlen mit der Caliper-Zange) in die Fastenwoche gestartet. Meine fettfreie Masse (das sind natürlich nicht nur Muskeln) betrug daher rund 70,4 Kilogramm, meine Fettmasse 7,8 Kilogramm.

Am Ende der Woche, also genau eine Woche danach, sahen meine Werte so aus: 72,8 Kilogramm und 7,5 % Körperfettanteil. Meine fettfreie Masse – wie oben schon erwähnt sind das selbstverständlich nicht nur Muskeln – beträgt 67,3 Kilogramm, meine Fettmasse 5,5 Kilogramm.

Was bedeutet das im Vorher-Nachher Vergleich in einer Woche?

      • Ich habe insgesamt 5,4 Kilogramm abgenommen.
      • Ich habe meinen Körperfettanteil um gute 2 % verringert.
      • Ich habe 2,25 Kilogramm Fett verloren.
      • Ich habe 3,15 Kilogramm Magermasse (hauptsächlich Darminhalt und Muskelglykogen, sicher aber auch ein klein wenig Muskelmasse) verloren.

Zum besseren Vergleich habe ich auch ein Vorher-Nachher Foto gemacht. Links vor der Fastenwoche (Montag früh am ersten Tag der Fastenwoche), rechts nach der Woche (Montag früh am ersten Tag nach der Fastenwoche). Die Bilder sind unter den genau gleichen Lichtbedingungen aufgenommen worden, meine Muskeln habe ich bei beiden Bildern leicht angespannt, es ist bei beiden der selbe Filter drübergelegt worden..

Der Vorher-Nachher Vergleich meiner Fastenwoche: Links das Bild am Montag beim Start der Fastenwoche, rechts das Bild am Montag nach einer Woche Fasten.
Der Vorher-Nachher Vergleich meiner Fastenwoche: Links das Bild am Montag beim Start der Fastenwoche, rechts das Bild am Montag nach einer Woche Fasten.

Rückblickend hat das Krafttraining auf jeden Fall etwas gebracht, vor allem wenn du beide Bilder vergleichst: Es sieht aus, als wäre nur etwas Fett „weggeschmolzen“ und meine Muskulatur kommt dadurch etwas deutlicher zum Vorschein, wirkt aber nicht als ob sie weniger geworden wäre.

Auch meine Kraftwerte haben sich im Vorher-Nachher Vergleich nicht verschlechtert. Ganz im Gegenteil: Am Montag nach der Fastenwoche schaffte ich 22 Klimmzüge (neuer persönlicher Rekord – klar ich war ja auch um rund 5 Kilo leichter als sonst).

Wie oben schon erwähnt: Lass dich von diesen Ergebnissen nicht berauschen!

Ich gehe davon aus, dass ich in den nächsten Tagen (die ich mit veganer Ernährung verbringen werde) wieder ordentlich zulegen werde, da ich mich jetzt selbst schon als zu schlank empfinde und Darminhalt und Muskel- sowie Leberglykogenspeicher langsam wieder aufgefüllt werden.

Wenn du also wirklich abnehmen möchtest, kannst du eine Fastenwoche als guten Start sehen, vor allem um schlechte Gewohnheiten zu durchbrechen und dir etwas gutes zu tun.

Um nachhaltig an Gewicht zu verlieren braucht es aber mehr. Hier erfährst du, was.

Fazit meiner ersten Fastenwoche

Es war eine tolle Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte:

      • Der bewusste Verzicht ist besonders in unserer Überflussgesellschaft – etwas zu essen gibt es immer und überall – etwas, das ich nur jedem einmal empfehlen kann.
      • Krafttraining während einer Fastenwoche ist möglich und hilft, deine wertvolle Muskulatur zu schützen. Allerdings nur zu empfehlen, wenn du es schon länger betreibst und auf deinen Körper hören kannst. Ich musste zum Beispiel nicht wie sonst wegen Muskelversagen einen Satz abbrechen, sondern meist weil ich gemerkt habe, dass die Anstrengung für mein Herz-Kreislauf-System zu hoch wurde.
      • Sehr wichtig war für mein Befinden, dass ich Ruhe hatte. Desto stressiger es wurde, desto weniger konnte ich das Fasten ertragen. Ich wurde launisch und müde.
      • Interessant war für mich auch den Effekt des Trainings zu beobachten und wie ich dabei immer schwächer wurde. Schon am zweiten Tag nach der Fastenwoche war ich dann wieder vollkommen fit – oder vielleicht sogar noch fitter als zuvor – und bei Kräften. Wie du an den Ergebnissen siehst, hat es sich aber trotzdem ausgezahlt, dranzubleiben.

Ob ich nun jedes Jahr eine Fastenwoche in mein Leben einbauen werde, kann ich heute allerdings noch nicht sagen, da es schon sehr intensiv und kräfteraubend war.

Fasten kann aber trotzdem einer deiner Bausteine sein, wenn du richtig fit für immer werden möchtest.

Besonders bedanken möchte ich mich an dieser Stelle noch bei meiner Fastenleiterin Nicole Lange. 🙂

Sie hat das Thema Fasten erst zu etwas gemacht, das ich gerne ausprobieren wollte und mir bei dieser Lebenserfahrung mit ihrer professionellen Anleitung sehr geholfen.

10 Praxistipps, die dir richtig fasten einfacher machen

Ich habe dir Tipps versprochen, die dir beim Einstieg ins Fasten helfen werden.

Hier sind sie.

#1 Suche dir fachkundige Anleitung

Für mich der absolut wichtigste Tipp. Deshalb steht er auch am Beginn.

Egal, ob du eine Fastenkur in einem guten Hotel buchst, dir deine persönliche Fastentrainerin suchst oder einen Online-Kurs oder ein gutes Buch kaufst.

Du brauchst professionelle Anleitung, wenn du richtig fasten willst, denn es gibt echt vieles zu bedenken!

Ich kann dir die Gesundheitsbox-Fastenmethode empfehlen. Fastenleiterin Nicole Lange hat mich durch meine erste Fastenwoche mit guten digitalen Materialien (E-Book, Einkaufsliste, Wochenplan, Rezepte) begleitet und mich auch per Messenger unterstützt.

So wurde richtig fasten für mich zum Kinderspiel. 🙂

#2 Beschäftige dich mit dem Thema

Zumindest zwei Wochen davor, solltest du beginnen, dich intensiv mit deiner geplanten Fastenwoche auseinander zu setzen.

Vielleicht kaufst du dir ein Buch oder E-Book zu dem Thema.

#3 Besorge dir alles, was du brauchst

Fürs Fasten hat man nicht gleich alles zu Hause.

Du wirst dir daher einiges kaufen oder bestellen müssen, um erfolgreich in deine Fastenwoche starten zu können.

Beginne damit schon eine Woche vorher, damit du dann in deiner Fastenwoche keinen Stress hast.

#4 Sorge für Ruhe

Es ist keine gute Idee, deine Fastenwoche in eine stressige Arbeitswoche zu legen.

Besser ist, wenn du Urlaub hast und dich auf deinen Körper konzentrieren kannst.

Außerdem macht dir Stress in der Fastenwoche mehr zu schaffen als sonst. Das solltest du bedenken.

#5 Sei mutig

Es wird ein paar Dinge geben, die dir nicht gefallen.

Beispiel gefällig? Bitte. 😉

Der Einlauf: Das heißt Tee von hinten in deinen Darm fließen lassen, um ihn zu reinigen.

Oder das Glaubern: Ziemlich ungenießbares Salz das du schlucken solltest, um deinen Darm komplett zu entleeren.

Ich hatte Respekt vor diesen Dingen, aber unter guter Anleitung sind sie kein Problem.

#6 Meide Lärm und Menschenansammlungen

Ich habe bemerkt, dass mir Ruhe in meiner Fastenwoche besonders gut tat.

Immer wenn ich lauten Umgebungen ausgesetzt war, verschlechterte sich meine Laune und mein Energielevel etwas.

Achte daher darauf, auf deinen Körper zu hören und ihm die Ruhe zu geben, die er braucht.

#7 Meide Lebensmittelmärkte

Damit meine ich Supermärkte und andere Lebensmittelgeschäfte aller Art.

Vor allem dann, wenn du nicht nur schnell die fehlende Smoothie Zutat kaufen willst, sondern z.B. mit der Familie den Wocheneinkauf machst.

So viel Essen zu sehen ist einfach schwierig, wenn du selbst nichts essen darfst.

#8 Meide Restaurants und Feste

Das große Problem daran ist, dass die beiden vorangegangenen Schwierigkeiten kombiniert werden: Es ist laut und um dich herum essen alle.

Teilweise kam es beim Zusehen zu tranceähnlichen Zuständen bei mir. Ich beobachtete alle beim Essen und und war für einen kurzen Moment eben nur körperlich, aber sicher nicht geistig anwesend.

Falls es sich nicht umgehen lässt, versuche dein „Essen“ auch dort einzunehmen, indem du dir zum Beispiel deinen Gemüsesaft in eine Flasche füllst und mitnimmst.

#9 Bessere dein Wasser auf

In der Fastenwoche nimmst du Säfte nur als Mahlzeiten zu dir. Zu trinken gibt es ausschließlich stilles Wasser.

Obwohl ich im normalen Leben auch fast ausschließlich Wasser trinke, war es dann nach ein paar Tagen doch etwas zu viel des Guten. 😉

Da hat es mir schon sehr geholfen, dass ich mir Zitronenscheiben in das Glas gegeben habe. Da ich Geschmäcker und Gerüche intensiver wahrgenommen habe als sonst, war das einfach viel besser zu trinken.

#10 Sorge für eine Absicherung

Dein Kreislauf kann beim Fasten schon mal in den Keller gehen. Und länger da unten bleiben. 😉

Für solche Fälle solltest du – vor allem wenn du unterwegs bist – einen Traubenzucker mit dabei haben. Oft ist der Grund dafür nämlich eine Unterzuckerung.

Wenn du zu Hause bist, hilft vielleicht auch schon ein wenig Honig im Tee (hat mir mal geholfen) oder ein Glas verdünnter Gemüsesaft.

Zum Abschluss

 

Eine Frage noch an dich: Hast du schon einmal gefastet? Wie war deine Erfahrung?

Hinterlasse mir deine Antwort unten als Kommentar. Ich freue mich darauf, von dir zu lesen. 🙂

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Patrick J. Bauer

Patrick J. Bauer

Pat ist der Gründer und Hauptautor von 4yourfitness.com. Er ist Geschäftsführer eines Sportverbandes, Sportwissenschaftler, Dipl. Ernährungstrainer und Familienvater. Pat liebt Bodyweight Training und hasst schlechte Laune. Hier kannst du mehr über ihn erfahren.

  • antworten 10-Kilo-Abnehmen ,

    Einige arbeitskollgen von mir fasten auch gerade und man merkt echt extrem wie antriebslos einige sind. Aber ich glaube nach so ein paar Wochen gewöhnt man sich dran. Habe mir auch schon überlegt anzufangen. Was macht ihr so wenn ihr auf die Idee kommt ach jetzt könnte ich doch mal cheaten?

    • Patrick J. Bauer

      antworten Patrick J. Bauer ,

      Hi!
      In dem Beitrag geht es um das Heilfasten, das man nicht dauerhaft, sondern nur für kurze Zeit macht. In meinem Fall war es eine Woche. Ein Cheaten macht dir da alles kaputt, aber eine Woche ist durchhaltbar. 😉
      Viele Grüße
      Pat

    • antworten Jonathan ,

      Hey, Sehr schöner Artikel mit großer Hilfe 🙂
      Ich persönlich Heilfaste ca. 1 mal in 3 Monaten und muss sagen, es ist mega geil!
      Für alle, die auch Anfangen wollen, und paar Tipps brauchen kann ich zusätzlich diese Seite hier empfehlen: http://heilfasten-anleitung.net/

      • Patrick J. Bauer

        antworten Patrick J. Bauer ,

        Hi Jonathan!
        Danke für deinen Kommentar und alles Gute fürs nächste Fasten.
        Viele Grüße
        Pat

      • antworten sebastian ,

        Hey, wirklich ein schöner Artikel. Ich faste selbst seit einigen Jahren, konnte aber von den Praxistipps schon noch einiges mitnehmen. Was in dem Artikel noch gar nicht so Anklang ist das Growth-Hormon, was durch das Fasten verstärkt synthetisiert wird. Falls du dich darüber etwas austauschen möchtest, melde dich gerne bei mir 🙂

        • Patrick J. Bauer

          antworten Patrick J. Bauer ,

          Hi Sebastian!
          Danke für deinen Kommentar und den weiterführenden Tipp.
          Viele Grüße
          Pat

        • antworten susanne ,

          Wow das Foto ist wirklich sehr beeindruckend und das nach nur einer Woche fasten! Hut Ab! Die Leberwickel muss ich probieren übrigens! danke für deine Tipps

          • Patrick J. Bauer

            antworten Patrick J. Bauer ,

            Hallo Susanne!
            Danke für dein Feedback. 🙂
            Viel Spaß beim Leberwickeln. 😉
            Sportliche Grüße
            Pat

          • antworten Margaretha ,

            Hi Pat,

            das ist ja mal ein wirklich sehr wertvoller Beitrag.. man kann ja schon fast sagen „Experiment“ 🙂

            Dass Fasten krebsvorbeugend sein kann war mir so gar nicht bekannt.. kaum zu glauben.

            Ich bin Vegetarierin.. da bin ich um so mehr gespannt, was denn deine Protein-Quellen waren während der Fastenzeit. Hast ja doch sehr bewusst auf proteinreiche Ernährung geachtet.

            Was mich auch sehr wunder nimmt.. du erwähnst, dass es beim Zusehen, wie andere essen, teilweise zu tranceähnlichen Zuständen kam.. hat sich auch dein Bewusstsein anderweitig verändert?

            Ich danke dir vielmals für deinen faszinierenden und sehr wertvollen Beitrag mit all deinen spannenden Einzelheiten.

            Wünsche dir weiterhin viel Freude und Erfolg!

            Liebe Grüße,
            Marga

            • Patrick J. Bauer

              antworten Patrick J. Bauer ,

              Hallo Marga!
              Danke für deinen Kommentar. Ich achte grundsätzlich auf eine ausreichende Proteinzufuhr. In der Fastenwoche war die aber nicht möglich, da ich mich strikt an die Anleitung meiner Fastenleiterin gehalten habe. Und die hat nur Smoothies und Gemüsesäfte vorgesehen, von Protein daher kaum eine Spur. 😉
              Das mit den tranceähnlichen Zuständen ist schnell erklärt: Wenn du in einem Raum mit 100 Leuten sitzt und plötzlich merkst, dass du der einzige bist, der nicht isst – aber natürlich schon Lust hättest zu essen – dann suchst du eher die Flucht nach innen. Das habe ich damit gemeint.
              Viele Grüße
              Patrick

            • antworten Remo ,

              Hey Patrick. Danke für deinen Bericht! Wie lange hat es denn gedauert, bis du wieder dein altes Leistungsniveau erreicht hast nach dem Fasten?
              Viele Grüße
              Remo

              • Patrick J. Bauer

                antworten Patrick J. Bauer ,

                Hi Remo!
                Das ging super schnell. Am Sonntag durfte ich ja schon wieder feste Nahrung zu mir nehmen (letzter Tag der Fastenwoche). Montag war dann der erste „normale“ Tag an dem ich dann gleich mal meinen alten Klimmzugrekord gebrochen habe. Das ist aber sicher auch mit dem um mehr als 5 Kilogramm wenigeren Gewicht zusammengehängt. 😉
                Voll fit – auch was Ausdauerbelastungen betrifft – war ich dann ab Dienstag wieder. Also 1-2 Tage braucht es schon, bis deine Kohlenhydratspeicher in Leber und Muskeln wieder voll aufgeladen sind – dann kommt auch die Power zurück. 😉
                Viele Grüße
                Pat

              • antworten Kevin K. ,

                Habe mir jetzt deinen Artikel noch einmal durchgelesen um ihn mit meinen bereits erlangten Erfahrungen zu vergleichen.
                Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich mich mit diesem Thema auch schon seit Mitte April auseinandergesetzt hatte, da Weihnachten wieder deftiger ausgefallen ist, aber den endgültigen Anstoß hat mir dann dein Artikel gegeben und weitere Motivation habe ich durch den Fastenkongress erlangt.
                Meine Detoxkur mache ich jetzt derzeit mit der Unterstützung von detox-delight und ich habe mich für das „total body reset“ Programm entschieden. Ich will da jetzt gar keine Werbung dafür machen und es kann sich jeder den es interessiert selber schlau machen, aber ich bin derzeit begeistert. Es ist ein deftiges Programm welches ich am 01.03. begonnen habe und welches auch am 01.04. wieder vorbei ist.
                Was kann ich derzeit berichten:
                Wichtig war das ich in meiner einwöchigen Einstiegsphase wirklich konsequent die Lebensmittel reduziert habe und da kam es auch gleich zu den ersten Detoxsympthomen wegen dem Kaffeeentzug. Diese liesen aber nach 2 Tagen wieder nach. Sonst hatte ich nur einmal Muskelschmerzen in den Beinen, so dass ich diese kaum heben mochte. Der Rest war sonst kaum nennenswert.
                Heißhunger oder Gelüste hatte ich wirklich selten und so richter Hunger kam eigentlich nie auf und das obwohl ich bei einigen Veranstaltungen und Festen war wo es doch des öfteren ein Buffet gab. Auch gab es nur nach ca. 2 Wochen 1 oder 2 Tage wo meine Laune nicht so gut war. Ansonsten schlafe ich immer sehr gut, bin auch ohne Kaffee sehr wach und konzentriert und meine Laune ist prächtig.
                Zum Thema Training kann ich leider nicht viel beitragen, da ich eine Zerrung im Rücken habe und erst nächste Woche wieder in mein reguläres Training einsteigen darf. Jedoch habe ich bis jetzt ca. 6,5 kg verloren. Wie es mit dem endgültigen Gewichtsverlust aussieht wird dann die Zeit nach der Kur zeigen.

                Ich kann eine Detoxkur nur jedem empfehlen, da bei mir wirklich viele Sympthome/Krankheiten, die man in Verbindung damit aufgelistet findet, eindeutig besser bzw. gänzlich verschwunden sind.

                • Patrick J. Bauer

                  antworten Patrick J. Bauer ,

                  Hey Kevin!
                  Danke für deinen Kommentar und deinen ausführlichen Erfahrungsbericht.
                  Ich bin auch der Meinung, dass es Sinn macht, seine Gewohnheiten mal eine Zeit lang über Bord zu werfen und dem Körper andere/weniger Nahrung zuzuführen.
                  Super, wenn es für dich auch gesundheitliche Vorteile gebracht hat. Viel Erfolg und Durchhaltevermögen noch! 🙂
                  Viele Grüße
                  Pat

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