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Die vegane Anti-Weicker Challenge: Ernährungsumstellung für die Fastenzeit

Eine Ernährungsumstellung ist um einiges sinnvoller als eine Diät.

Die Fastenzeit lässt sich dafür perfekt nutzen.

In diesem Artikel erfährst du, warum ich meine Ernährung in der Fastenzeit umstelle, wie ich es mache und was du davon hast, wenn du mitmachst.

Woher kommt der Brauch der Fastenzeit?

Sich vor dem Beginn größerer Feierlichkeiten in Verzicht zu üben, ist eine alte Tradition im Christentum. Eine mittlerweile leider fast vergessene Fastenzeit – wahrscheinich weil der Kommerz leider die Oberhand über die Besinnlichkeit gewonnen hat – ist der vorweihnachtliche Advent. Bereits seit dem 4. Jahrhundert etablierte die römisch-katholische Kirche eine 40-tägige Fastenzeit im Vorfeld von Ostern. Das soll an ebenso lange Reise Jesu durch die Wüste erinnern und hat somit eine symbolische Bedeutung.

Wie wird im Christentum gefastet?

Traditionell sollten Menschen in der Fastenzeit nur eine volle Mahlzeit zu sich nehmen. Ähnlich wie während des Ramadan im Islam sollte das am Abend geschehen. Fleisch, Milchprodukte, Eier und Genussmittel wie Süßigkeiten galten ursprünglich als streng verboten. Im Mittelalter lockerte die Kirche diese Fastenregeln allerdings, sodass Milchprodukte, Öl und Eier fortan wieder erlaubt waren. Wie du später sehen wirst, gehen wir im Rahmen der diesjährigen Challenge also wieder etwas zurück ins Mittelalter. 😉

Wenn du mehr über die christliche Geschichte hinter der Fastenzeit erfahren möchtest, kannst du hier nachlesen. Wenn du möchtest, dass dir der Papst in der Fastenzeit täglich eine besinnliche SMS sendet, findest du hier alle Infos dazu (nur in Österreich möglich).

Ernährungsumstellung zur Fastenzeit

Auch wenn du kein gläubiger Christ bist, du einer anderen Religion angehörst, oder an überhaupt nicht glaubst.

Eines kannst du mir glauben: Die Ernährungsumstellung, die ich dir vorstelle, wird dir gut tun. Vor allem deinem Körper, aber wahrscheinlich auch deinem Geist.

Wenn du meinen Blog schon länger verfolgst, kennst du vielleicht schon meine bisherigen Artikel zur Fastenzeit. Ich habe bereits eine Woche Heilfasten ausprobiert und im Jahr 2016 und 2017 schon die Anti-Weicker Challenge durchgezogen. Ich mag Herausforderungen einfach.

Hier findest du eine Übersicht über alle bisherigen Artikel dazu:

Die Anti-Weicker-Challenge 2018: Vegane Ernährung inklusive

Das von mir geschaffene Kunstwort „Weicker“ steht für Weizen und Zucker und versinnbildlicht den Verzicht auf industriell hoch verarbeitete Produkte zu Gunsten einer Ernährung mit Lebensmitteln, die wenig bis gar nicht verarbeitet sind und in ihrem natürlichen Zustand oder nach eigener Weiterverarbeitung (z.B. Kochen) verzehrt werden.

Warum es Sinn macht, auf Weizen und Zucker weitestgehend zu verzichten, erfährst du in diesem Artikel.

Es handelt sich dabei um eine Ernährungsform, die ich das ganze Jahr über im Sinne einer 80/20 Lösung praktizieren. Das heißt, ich gönne mir auch mal eine Pizza, eine Schokolade, etc. aber der Großteil meiner Ernährung besteht aus wenig verarbeiteten Lebensmitteln (Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst, Eier, Fleisch, etc.), ohne dabei Anhänger einer gewissen Ernährungsform – zum Beispiel Paleo (Steinzeit-Ernährung) – zu sein.

Denn jede hat ihre Vorteile, aus der ich das beste für mich zu kombinieren versuche. Hier habe ich schon einmal darüber gebloggt: Das beste aus beliebten Ernährungsformen: 9 Regeln für eine smartere Ernährung.

Die vegane Ernährung kann nicht nur aus einem gesundheitlichen, sondern vor allem auch aus einem ethischen Blickwinkel betrachtet werden. Tiere werden dabei nicht länger gehalten, um Nutzen aus ihnen zu ziehen - tierische Produkte sind, vor allem in der Ernährung - tabu.
Die vegane Ernährung kann nicht nur aus einem gesundheitlichen, sondern vor allem auch aus einem ethischen Blickwinkel betrachtet werden. Tiere werden dabei nicht länger gehalten, um Nutzen aus ihnen zu ziehen – tierische Produkte sind, vor allem in der Ernährung – tabu.

Die einzige trendige Ernährungsform, die neben gesundheitlichen Vorteilen (im Vergleich zur Standard Ernährung des Mitteleuropäers) auch andere Veränderungen und Vorteile mit sich bringt ist die vegane Ernährung. Sie ist für mich die edelste Form, sich zu ernähren, indem sie Rücksicht auf die Tierwelt nimmt und nur pflanzliche Lebensmittel erlaubt.

Ich habe mich bereits tageweise vegan ernährt und bin in einem Selbstversuch darauf gekommen, dass bereits 50% meiner Ernährung aus veganen Mahlzeiten bestehen.

Nun möchte ich im Rahmen der Anti-Weicker Challenge 2018 auch der veganen Ernährung eine Chance geben. Einerseits, weil ich mich dadurch wieder selbst auf die Probe stelle (der Verzicht auf Weizen und Zucker ist für mich kaum mehr eine Herausforderung).

If it doesn’t challenge you, it doesn’t change you. Fred DeVito

Auf der anderen Seite, um wieder neue Rezepte, neue Ideen und neue Tipps in Sachen Ernährung kennen zu lernen.

Wie die letzten Jahre üblich, gibt es im Rahmen der Challenge wieder unterschiedliche Levels, so dass auch du mitmachen kannst und einen ernährungsphysiologischen Vorteil erzielen kannst, ohne gleich eine Ernährungsumstellung von 0 auf 100 durchziehen zu müssen.

Anti-Weicker vegan Ernährungsumstellung: Die Regeln

Die Challenge läuft dieses Jahr auf 2 Ebenen ab. Einerseits geht es um den Verzicht auf Weizen und Zucker, andererseits darum, den Konsum tierischer Lebensmittel zu verringern bzw. ganz darauf zu verzichten.

Insgesamt handelt es sich also um eine Ernährungsumstellung, die du auch nach der Fastenzeit nach dem 80/20 Prinzip weiter fortführen kannst.

Rookie (für Einsteiger/innen)

Zucker: Du lässt Süßigkeiten links liegen. Keine Schokolade, keine Gummibärchen, etc. Süßen von Speisen und Getränken ist ok.

Weizen: Du verzichtest komplett auf den ganzen Knabberkram (Chips, Salzstangen, etc.), der Weizenmehl beinhaltet. Du wirst dich wundern, wo du das überall finden wirst. Lies daher die Nährstoffangaben genau!

 

Advanced (für Fortgeschrittene)

Zucker: Wie Rookie, nur kommt zusätzlich noch dazu, dass du komplett auf gesüßte Getränke verzichtest. Erlaubt ist also Wasser, Mineralwasser (ohne irgendwelche Zusätze), ungesüßte Tees (auch kein Honig), ungesüßter Kaffe (auch kein Candisin), direkt gepresster Fruchtsaft (ohne Zuckerzusatz und auch ohne Zuckerersatzstoffzusatz).

Weizen: Wie Rookie inklusive Verzicht auf alle weizenhaltige Backwaren wie Semmeln (Brötchen), Brot, etc

 

Pro (für Profis)

Zucker: Du verzichtest komplett auf Zucker und alle Zuckerersatz- und Austauschstoffe. Also: Keine Süßigkeiten, keine gesüßten Getränke, keine Mehlspeisen, keine Marmelade (Konfitüre), also einfach nichts, wo zugesetzter Zucker (Honig, Agavendicksaft, etc.) enthalten ist. Erlaubt sind Trockenfrüchte und natürlich auch frisches Obst. Sie enthalten ausreichend Süße um den Verzicht auf Zucker gut wegzustecken.

Weizen: Du verzichtest komplett auf Weizen, Weizenmehl und alle daraus hergestellten Produkte. Auch Vollkornweizenprodukte.

Rookie (für Einsteiger/innen)
Du verzichtest auf verarbeitete tierische Produkte wie Wurstwaren, Fleischaufstriche, etc. Die einzigen tierischen Lebensmittel, die du neben vegetarischen Lebensmitteln wie Milchprodukten verzehrst sind Eier, Fleisch und Fisch in ihrer ursprünglichen Form. Auch gefrorene Fischfilets sind erlaubt.Advanced (für Fortgeschrittene)
Du ernähst dich vegetarisch. Das heißt du vermeidest alle Fleisch- und Fischprodukte. Erlaubt sind weiterhin Eier und Milchprodukte.Pro (für Profis)
Du ernährst dich vegan. Das bedeutet, du verzichtest komplett auf Lebensmittel tierischen Ursprungs. Du isst daher weder Fleisch noch Fisch und auch keine Eier und Milchprodukte. Jedes Lebensmittel, das du verzehrst, kommt aus pflanzlichem Ursprung.
Auch eine weizen- und zuckerfreie vegane Ernährung kann lecker sein. Lass dich auf das Experiment ein!
Auch eine weizen- und zuckerfreie vegane Ernährung kann lecker sein. Lass dich auf das Experiment ein!

Schätze dein Level zu Beginn der Challenge ein.

Es soll eine Herausforderung für dich sein, dir aber dabei nicht unmöglich erscheinen. Wie in der christlichen Fastenzeit üblich hast du 6 Tage, an denen du nicht fasten musst. Im Normalfall sind das die Sonntage. Du kannst sie dir im Rahmen meiner Challenge so legen, wie du sie für dein Leben brauchst.

Die Challenge dauert vom Aschermittwoch bis zum Karsamstag. Der Ostersonntag ist also der erste Tag, an dem du wieder „normal“ essen darfst, falls du das dann überhaupt noch möchtest.

Jeder Schritt, den du in dieser Challenge gehst, ist einer in Richtung einer ausgewogenen Ernährung.

Hier kannst du dir den Planer herunterladen, in dem du täglich markieren kannst, wie du dich geschlagen hast. Das hilft dir dabei, deine Motivation hoch zu halten und neue Gewohnheiten zu entwickeln.

Tipps zum Start

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Soll heißen: Du musst nicht perfekt sein, du musst nur mal anfangen. Und dranbleiben.

Diese Tipps helfen dir dabei:

  • Bewusst einkaufen!
    Achte beim Einkaufen darauf, den Inhalt der Lebensmittel zu kennen. Das machst du, indem du die Nährstoffangaben am Etikett liest. Und Achtung: Zucker heißt nicht immer nur Zucker, sondern auch mal Glukosesirup, Fruktosesirup, Maltosesirup, Invertzuckersirup, Dextrose, Maltodextrin, natürliche Fruchtsüße, etc. Lass dich nicht täuschen und halte dich auch von Süßstoffen (Aspartam, Acesulfam, etc.) fern! Noch mehr Tipps für einen gesunden Einkauf findest du hierHier findest du eine vegane Einkaufsliste.
  • Trinke viel Wasser!
    Das hilft dir dabei, Heißhunger auf Süßes zu vermeiden.
  • Baue dir neue, gesunde Gewohnheiten auf!
    Das hilft dir dabei, alte Routinen wie den gesüßten Kaffee mit Kuchen zu umgehen. Tipps dazu bekommst du hier.
  • Schlafe ausreichend!
    Wenn du nicht ausgeschlafen bist, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass du Heißhunger auf Süßes bekommst. Mehr Infos dazu und Tipps um den zügellosen Appetit auf Süßes zu vermeiden, bekommst du hier.
  • Iss ausreichend eiweißhaltige Lebensmittel!
    Mehr Infos dazu findest du in meinem Blogartikel über ausgewogene Ernährung. Damit erhöhst du dein Sättigungsgefühl.
  • Setze auf jede Menge Gemüse und Obst!
    Mit richtigen Lebensmitteln kannst du dein Verlangen nach Süßem auch stillen. Du wirst dich mit der Zeit daran gewöhnen, zum Apfel statt den Gummibärchen zu greifen, wenn du Lust auf Süßes hast. Außerdem ist Gemüse und Obst ja auf jeden Fall auch vegan, passt daher doppelt.
  • Wähle dein Level richtig aus!
    Es könnte schwierig werden, wenn du gleich mit dem Pro-Level beginnen möchtest, obwohl Weizen, Zucker und Fleisch derzeit Hauptbestandteil deiner Ernährung sind. Taste dich langsam heran, dann hast du auch weniger bis keine Probleme mit Entzugserscheinungen wie Kopfweh oder Müdigkeit.
  • Trainiere mit dem eigenen Körpergewicht für noch bessere Erfolge!
    Eine ausgewogene Ernährung ist toll. Richtig Spaß macht sie deinem Traumkörper erst mit ein wenig zusätzlichem Training. Du kannst dir dazu meine kostenlosen Trainingspläne holen oder gleich das gesammelte Wissen in meinem E-Book erwerben.

Es geht nicht darum, sein Leben lang keinen Zucker und keinen Weizen mehr zu essen und dich dauerhaft vegan zu ernähren.

Bei der Challenge geht es darum, deine Essgewohnheiten zu hinterfragen, deine Komfortzone zu verlassen und neue Ernährungsgewohnheiten mit echten Lebensmitteln zu entwickeln. Es ist ja auch eine Ernährungsumstellung.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Anti-Weicker vegan Challenge!

Fazit

Es ist wieder Zeit, sich in Verzicht zu üben.

Das Glück, kein Reiter wird’s erjagen, es ist nicht dort und ist nicht hier. Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir. Theodor Fontane

Mit der veganen Anti-Weicker-Challenge kannst du eine Ernährungsumstellung in Griff nehmen und dabei wichtige Schritte in Richtung einer gesunden Ernährung machen.

Lade dir hier den Challengeplan herunter und tritt der „Richtig fit für immer“ Facebook Gruppe bei. Dort erzähle ich von meinen Erfahrungen mit der Challenge und du kannst dich mit anderen Challengeteilnehmern austauschen.

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Viel Erfolg bei deiner Ernährungsumstellung!

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Patrick J. Bauer

Patrick J. Bauer

Pat ist der Gründer und Hauptautor von 4yourfitness.com. Er ist Geschäftsführer eines Sportverbandes, Sportwissenschaftler, Dipl. Ernährungstrainer und Familienvater. Pat liebt Bodyweight Training und hasst schlechte Laune. Hier kannst du mehr über ihn erfahren.

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